Coaching

 

  

Das Studium beendet und doch droht der Totalabsturz. Alle Prüfungen geschafft, nun muss eine seriöse wissenschaftliche Arbeit abgeben werden. Doch der universitäre Massenbetrieb erlaubt selten, StudentInnen persönlich zu betreuen. Die häufige Folge: das Studium geschmissen oder illegal ein Arbeit vom Ghostwriter gekauft, nur weil das Verfassen einer Forschungsarbeit außerhalb der eigenen Fähigkeiten zu liegen scheint. Aber

das Erstellen einer Abschlussarbeit ist erlernbar! 

 

Sie erhalten von mir Unterstützung in Form eines legalen WissenschaftsCoachings bei:

* Themenfindung, Forschungsfragen, Forschungsdesigns 

* Literaturrecherche und theoretischer Hintergrunds

* Durchführung im empirischen Feld

* Statistischen Auswertungen, Hypothesentests

* Qualitativen Inhaltsanalysen

Ich offeriere psychologische Hilfe bei emotionalen Durchhängern, die nahezu jeder beim Forschen mal hat. :-) Wenn Sie etwa in der Danksagung meine methodischen Hinweise festhalten, wird ersichtlich, dass alles andere Ihre persönliche Leistung darstellt. 

Fazit: Sie beenden legal, selbstbewusst Ihr Studium und genießen einen
lebenslangen Zusatznutzen!  

   Wien, Anfang Jänner 2020

Hilfe, das kann ich nicht!

  Diesen Ausruf, wenn auch nie so gesagt, spüre ich oft als mitschwingenden Hintergrundgedanken beim ersten Kontakt mit DiplomandInnen. DiplomandInnen, die eine Forschungsarbeit schreiben wollen - nein, müssen. Hier zeigt sich eine Stimmung, hilflos im zähen Schlamm des Nichtkönnens festzustecken. Bildlich gesprochen, die Füße nicht mehr bewegen keinen Schritt vorwärts mehr tun zu können.

Doch, auf jeden Fall - Du kannst es!

  Ich helfe mit, aus dem Sumpf herauszukommen und einen Schritt nach dem anderen zu setzen - auch bei der Anwendung von Theorien und Methoden. Und zeige erste Wege zum Ziel als Begleiter, Lehrer und Coach. Ich stoße an, diesen oder ähnliche Wege zu verfolgen. Und sehe gerne, wie ein Masteranwärter aus der depressiven Nische des Stillstands herauskommt und er Schritt für Schritt selbständiger wird.

  So kommt sie/er in die Gänge, nimmt sukzessive den Faden auf, wächst, wird selbstbewusster und - das ist das Schöne - kritischer. Er lernt, besser mit Methoden zu jonglieren (dies zeichnet ja den Meister = ein Master aus). Der Masteranwärter diskutiert mit mir über Inhalte und Konzepte. Das wichtigste Ziel einer akademischen Bildung ist erreicht!

 

 

  Das ist mein versteckter Lohn: Ein Masteranwärter, der feststeckt, nicht nur wieder flott zu kriegen, sondern mitzuhelfen, dass er sich weiterentwickelt. Zu lernen, oberflächliche Texte und Ratgeberliteratur von seriösem Quellenmaterial zu unterscheiden. Zu lernen, eedanklich einen Schritt zurückzutreten, wenn vollmundige Aussagen in Zeitschriften, Büchern oder Sozialen Medien zirkulieren. Und diese gewonnene Distanz dann zu nutzen, selbständig eine eigene Meinung auch im schwierigen Gelände eines wissenschaftlichen Faches aufzubauen. 

  Parallel zum Entstehen der Masterarbeit wird dadurch ein Verständnis erreicht, das über ein bloßes „Schreiben der Masterarbeit“ hinausreicht. Jeder, der sich so entwickelt, baut in seiner persönlichen Fähigkeitsbilanz ein Aktivum auf, das für das weitere Leben von Nutzen ist: die Welt nicht nur im gewählten universitären Fach, sondern auch an anderen Stellen klar zu durchschauen. 

 

De Wöd steet auf kan Foi mea lang! *) 

Noch vor Wochen hatte man eine - unter viel Mühe und Schweiß gestrickte - Arbeit abgegeben oder am Uni-Server hochgeladen. Und anfänglich stolz, später vielleicht mit erstem Zittern auf Antwort gewartet. Doch anstatt einer glückwünschenden Reaktion kommt eine schallende Ohrfeige. 😱

Der Boden scheint unter den Füßen weggezogen, Tränen fließen. Denn die Zurückweisung der wissenschaftlichen Arbeit wird als Zurückweisung der eigenen Person empfunden. Nicht wissenschaftlich und daher als intellektueller Denker nicht gut genug gewesen zu sein? Ist das Studium umsonst gewesen? Das Selbstwertgefühl ist schwer beeinträchtigt. Das Urteil des Gutachters hatte die  gesamte Welt des Diplomanden beschädigt. 

Doch ist es weniger schlimm, als im ersten Moment angenommen, die Arbeit weist oft mehr Licht auf als im Moment ersichtlich ist - kaum jemand braucht bei Null anzufangen. Das Überarbeiten ist leichter als gedacht, wenn man weiß, wie.

 

Fast alle zurückgewiesenen Arbeiten lassen sich mittels systematischer Konzepte zerlegen und neu zusammensetzen. So zum Beispiel kann der – zeit- und energieaufwändige – empirische Teil neu (aber nun tiefgründiger und methodisch seriöser) analysiert werden. Viele Arbeiten lassen sich „rückwärts genäht“ aufgrund neuer Erkenntnisse ordnen, die ursprünglich selektierten Theorien neu justieren, an die wissenschaftstheoretische Auffassung des Betreuers anpassen, etc.

Viele Jahre Erfahrung im Revidieren zunächst missglückter Arbeiten zählen – einfach tief durchatmen und mich anrufen! 


*)  Refrain des Kometenlieds aus 'Der böse Geist Lumpacivagabundus' des Wiener Komödieantendichters Johann Nestroy, 1833; Wienerisch für den Refrain "Die Welt steht auf keinen Fall mehr lang!"
Es geht um den befürchteten Weltuntergang durch einen herabstürzenden Kometen.

 

  Mit dem Railjet in der Mur-Mürz-Furche, Herbst 2019

 

Statistik - oh Schreck!

Sind wir zu oft in der Hochschule und Universität gepeinigt worden von Begriffen wie Wahrscheinlichkeitsverteilung, Signifikanz, Stichprobe, Standardabweichung, Test, Varianzanalyse, etc.? Und versuchen, das zu meiden wie der Teufel das Weihwasser?

Ideal wäre es nicht, es könnte einen um Erkenntnisse bringen und eventuell sogar mehr Arbeit abnötigen. Denn Statistik ist ein wesentlicher Bestandteil des empirischen wissenschaftlichen Arbeitens. Und Empirie wollen heute nahezu alle haben, sogar viele Betreuer aus geisteswissenschaftlichen Fächern. Überdies betrachte man nur, was große Internet-Konzerne mittels Big Data erkennen und in der Folge zu großem Geld machen.

 

 

Richtig, mit Statistik wurde und wird viel Schindluder getrieben. Auch in der Geschichte als Wissenschaft zeigt sich das: Vor rund 100 Jahren glaubte man, in der Gauß'schen Normalverteilung ein objektives Mittel zum Auffinden von Naturgesetzen gefunden zu haben. Logisch und klar wie in der Mathematik und Physik. Aus und vorbei - diese Vorstellung hält nicht, außer wir Studenten und Anwender von Statistik lassen uns das unrichtigerweise einbläuen.

Heute wird Statistik von Profis eher als eine Methode des wiederholten Dialogs gesehen: Der Anwender fragt, die Daten antworten. Der Anwender verändert oder adaptierte die Fragen, die Daten reagieren nun anders. Einige neue Verfahren - wie etwa multivariate Verfahren von Clusteranalyse oder Faktorenanalyse - sind sogenannte Musterentdeckungsverfahren. Das heißt, sie zeigen Muster auf, von denen der Anwender vorher keine Ahnunge gehabt hat. So funktioniert etwa auch Big Data.

Statistik ist ein Hilfsmittel und nicht mehr. Ein Hilfsmittel zur Verdichtung von Einzelinformationen und zum möglichen Erkennen von übergeordneten Mustern. Um diese Verdichtungen und Muster zu erkennen und zu interpretieren, gibt es zahlreiche statistische Methoden und Modelle. Die jahrzehntelange alleinige Dominanz der sogenannten Signifikanz als ein objektives und quasi naturgesetzlichs Ergebnis geht langsam dem Ende zu. Gut so!

Von der realen Welt tauchen wir ein in die statistische Welt und kommen mit einer Zusatzerkenntnis als Beute wieder zurück. Denn es ist die reale Welt, die zählt! Sowohl in den Formulierungen als auch in den Inhalten. Das Ordnen und die Darstellung der Zusatzerkenntnis erfordert Fingerspitzengefühl und ein Gewusst-Wie. An der richtigen Stelle in der Masterarbeit oder Dissertation eingefügt, hebt sie den Gehalt und Wert der Forschungsarbeit erheblich.  

 

 

Kann so ein Haus gebaut werden?
♦ zuerst die Mauern aufstellen, ♦ dann Löcher in die Mauern brechen, um Türen und Fenster einzufügen, ♦ dann die ersten zwei  Stufen für einen Kellerabgang betonieren = hurra, ein Haus wird gebaut, aber leider ohne Plan! Ob daraus ein Einfamilienhaus oder ein vierstöckiges Bürogebäude werden soll, ist am Anfang nicht bekannt. 

Klar, so wird jeder scheitern! Das Fundament wird zu klein oder zu groß sein, in ein fertiges Einfamilienhaus werden Großraumbüros nicht hineinpassen. Nachträgliche Änderungen werden Zeit, Energie und Geld kosten.

 

 

Für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten gilt das Gleiche. Ein durchdachter und detaillierten Plan ist notwendig. Allein nur ein Thema zu haben und dann gleich mit dem Schreiben zu beginnen, wird zum Scheitern führen. Ein Plan beinhaltet nicht nur das Thema, sondern stellt auch die Fragen: Was ist das Erkenntnisinteresse, welche Forschungsfragen oder Hypothesen lassen sich aus dem gestellten Problem ableiten? Wie wird daher das Untersuchungsdesign aussehen, welche Theorie und welche empirischen Methoden wird gewählt (und warum)?

Viele Studenten suchen einen ‚netten’ Betreuer, einen, der keine großen Anforderungen stellt. Einer, der sagt: “Fangen Sie mal an“. Das ist ein gefährliches Spiel. Denn auch die netten Betreuer werden danach beurteilt, welche Qualität ihre betreuten Arbeiten  letztendlich haben.

Das hat zur Folge, dass diese Betreuer nur anfangs unkompliziert scheinen. Sie werden ihre Anforderungen im Zuge der Betreuung in die Höhe schrauben, in der bösesten Varianten erst nach der Abgabe. So führt dieses Vabanque-Spiel häufig dazu, dass die Arbeit insgesamt oder große Teile davon zurückgewiesen werden, wenn nicht der Diplomand mangels Betreuung ohnehin in einem Meer von Fachliteratur und Methodenvielfalt untergegangen ist.

Conclusio: Ein durchdachtes und gemeinsam erarbeitetes Exposé ist die Voraussetzung für einen gelindenden Weg und eine effizient verlaufende Forschungsarbeit. 

  Mariahof am Neumarkter Sattel (Steiermark) mit Blickzum Murtal, 2019