Coaching

 

  


Das Studium beendet und doch droht der Totalabsturz. A
lle Prüfungen geschafft, nun muss eine seriöse wissenschaftliche Arbeit abgegeben werden. Doch der universitäre Massenbetrieb erlaubt selten, StudentInnen persönlich zu betreuen. Die häufige Folge: das Studium geschmissen oder illegal eine Arbeit vom Ghostwriter gekauft, nur weil das Verfassen einer Forschungsarbeit außerhalb der eigenen Fähigkeiten zu liegen scheint. Aber es gilt: 

Das Erstellen einer Abschlussarbeit ist erlernbar! 

 


 

 

Sie erhalten von mir Unterstützung in Form einer legalen akademischen Beratung bei:

  • Themenfindung, Forschungsfragen, Forschungsdesign 
  • Literaturrecherche und theoretischem Hintergrund
  • Durchführung im empirischen Feld
  • Statistischen Auswertungen, Hypothesentests
  • Qualitativen Inhaltsanalysen

und erbringen hierbei IHRE ganz eigenständige Leitung.

 

Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn Sie etwa in der Danksagung meine methodischen Hinweise festhalten, wird an allem anderen ersichtlich, was Ihre persönliche Leistung darstellt. Bei Bedarf offeriere ich gerne psychologische Hilfe in emotionalen Durchhängern, die nahezu jede/r beim Forschen hat.

Fazit: Sie beenden methodisch bereichert  & selbstbewusst Ihr Studium & erhalten ihren akademischen Grad & genießen in der Folge einen lebenslangen Zusatznutzen!  

Der Computerschirm bleibt leer, die Hand ist gelähmt, der Magen verkrampft. Nichts geht, eine innere Blockade stoppt jedes weitere Tun.

Das kennt fast jede/r. Einige überwinden diesen Totpunkt bald, finden einen Weg, wie sie das Schreiben in Gang setzen. Viele allerdings bleiben stecken. Und geben nach Monaten sogar auf. Was überhaupt nicht nötig wäre, denn innere Blockaden lassen sich überwinden!

 

 

Meine überraschenden Erfahrungen im Coaching sind, dass sich selbst hartnäckige innere Barrieren so ganz nebenbei auflösen lassen. Ohne auf die Blockaden einzugehen, werden sie von selbst schwächer, zum Beispiel beim Besprechen der Gliederung einer Forschungsarbeit (wenn es etwa darum geht, in welchem Absatz was auf welcher Seite stehen sollte/könnte).

Dazu kommt, dass jeder meiner Klienten auf die eine oder andere Weise seine ganz besondere Stärke hat. Diese Stärke in den Prozess des Forschens und Schreibens einfließen zu lassen, ist ein zentraler Hebel zur Blockadelösung.

Die Ursachen für emotionale Blockaden können unterschiedlich sein, jeder trägt sein eigenes 'Binkerl'. Aber es gilt: Was zusammengeschnürt wurde, lässt sich wieder aufschnüren. Man muss nur den für die jeweilige KlientIn passenden Ansatz finden. 

Es gilt, richtige Fragen zu stellen: Wann ist das Gefühl einer Hemmung unter welchen Umständen zum ersten Mal aufgetreten? Ist Angst im Spiel, woher kommt sie? Fast immer wird schnell klar, wo die Ursachen liegen könnten: Überstrenge Eltern, zu hohe Ansprüche an sich selbst, ein auf die Grammatik versessener Deutschlehrer oder zu großer Respekt vor dem wissenschaftlichen Schreibstil.

Die spezifischen Ursachen aufzuspüren, heißt zu beginnen, das hemmende Paket aufzuschnüren. Weiters gilt oft: Das Einfachste zuerst machen. Sich von kleinen Fortschritten motivieren lassen. Auf jeden Fall setzen wir gemeinsam auf die eigenen Stärken. Die regelmäßigen Folgen: Der Mut kehrt zurück, die ersten Elemente größerer Selbstwirksamkeit sind da. So erwacht Freude am Forschen und Entdecken!

 

Ein Wintermorgen am Semmering


  

Erzielt eine neue klinische Behandlungsweise, eine neue therapeutische Methode eine Wirkung? Ja oder nein? Und wenn ja, in welcher Größenordnung ist diese Wirkung (dieser Effekt)? Will man dies recherchieren, bietet sich rasch eine Hauptthematik wissenschaftlicher Forschung: Zu finden sind Studien, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Zu möglichen Wirkungen von medizinischen, pädagogischen oder psychologischen Interventionen zeigt die eine Studie einen merklichen Effekt, die andere nur einen marginalen oder eventuell gar keinen. Wie können diese unterschiedlichen Ergebnisse miteinander verknüpft werden, um ein begründetes Gesamtbild zu erhalten? Dies schaffen Übersichtsartikel in Form systematischer Meta-Analysen. Mittels statistischer Methoden wird ein globales Ergebnis errechnet. Ein Gesamtergebnis zeigt eben mehr als eine unverbundene Aneinanderreihung der einzelnen Studien.

Aufgrund präziser Fragestellung werden Studien nach bestimmten Kriterien – wie Definition der Population global – in den verschiedenen Datenbanken gesucht und bewertet. Hierbei werden die grundsaätzlichen Qualitätskriterien von Studien beachtet: Gibt es zur Versuchsgruppe auch eine Kontrollgruppe? Sind die Teilnehmer at random (per Zufall) den Gruppen zugeordnet worden?, etc.

Die genutzten statistischen Methoden zur Bestimmung des Effektes der untersuchten Intervention sind bereits zahlreich. Eine wesentliche Unterschiedung kommt dem Informationsniveau der Variablen in den veröffentlichten Srudien zu - ob kontinuierlich oder kategoriell. Folgend ein (fiktives) Beispiel eines häufig genutzten statistischen Instruments, das sowohl numerische als auch graphische Elemente miteinander verknüpft: der Forestplot. 

  

 

Die angezeigten Details dieses Forestplots zu einer Förderung von Kindern beim Rechnen und Schreiben sollen uns hier weiter nicht kümmern durch eine bestimmte gemeinsame Methode. Es geht hauptsächlich um den Gesamteffekt aus Sicht bestimmter Annahmen (fixes Modell oder Zufallsmodell => Gewichten der einzelnen Studienergebnisse), um mögliche Unterschiede in Subgruppen und - ganz wichtig -  um eine Darlegung der Unterschiedlichkeit (Heterogenität) der in die Selektion aufgenommenen Studien.

Evidenzen, welche aus solchen systematischen Meta-Analysen gewonnen werden, sind den Einzelergebnissen überlegen. Auf diese Weise kann wissenschaftlicher Forschritt entstehen.

 

Reinhard Neumeier
September 2021  

Hilfe, das kann ich nicht!

  Diesen Ausruf, wenn auch nie so gesagt, spüre ich oft als mitschwingenden Hintergrundgedanken beim ersten Kontakt mit DiplomandInnen. DiplomandInnen, die eine Forschungsarbeit schreiben wollen - nein, müssen. Hier zeigt sich eine Stimmung, hilflos im zähen Schlamm des Nichtkönnens festzustecken. Bildlich gesprochen, die Füße nicht mehr bewegen keinen Schritt vorwärts mehr tun zu können.

Doch, auf jeden Fall - Du kannst es!

  Ich helfe mit, aus dem Sumpf herauszukommen und einen Schritt nach dem anderen zu setzen - auch bei der Anwendung von Theorien und Methoden. Und zeige erste Wege zum Ziel als Begleiter, Lehrer und Coach. Ich stoße an, diesen oder ähnliche Wege zu verfolgen. Und sehe gerne, wie ein Masteranwärter aus der depressiven Nische des Stillstands herauskommt und er Schritt für Schritt selbständiger wird.

  So kommt sie/er in die Gänge, nimmt sukzessive den Faden auf, wächst, wird selbstbewusster und - das ist das Schöne - kritischer. Er lernt, besser mit Methoden zu jonglieren (dies zeichnet ja den Meister = ein Master aus). Der Masteranwärter diskutiert mit mir über Inhalte und Konzepte. Das wichtigste Ziel einer akademischen Bildung ist erreicht!

 

 

  Das ist mein versteckter Lohn: Einen Masteranwärter, der feststeckt, nicht nur wieder flott zu kriegen, sondern mitzuhelfen, dass er sich weiterentwickelt. Zu lernen, oberflächliche Texte und Ratgeberliteratur von seriösem Quellenmaterial zu unterscheiden. Zu lernen, gedanklich einen Schritt zurückzutreten, wenn vollmundige Aussagen in Zeitschriften, Büchern oder Sozialen Medien zirkulieren. Und diese gewonnene Distanz dann zu nutzen, selbständig eine eigene Meinung auch im schwierigen Gelände eines wissenschaftlichen Faches aufzubauen. 

  Parallel zum Entstehen der Masterarbeit wird dadurch ein Verständnis erreicht, das über ein bloßes „Schreiben der Masterarbeit“ hinausreicht. Jeder, der sich so entwickelt, baut in seiner persönlichen Fähigkeitsbilanz ein Aktivum auf, das für das weitere Leben von Nutzen ist: die Welt nicht nur im gewählten universitären Fach, sondern auch an anderen Stellen klar zu durchschauen. 

 

De Wöd steet auf kan Foi mea lang! *) 

Noch vor Wochen hatte man eine - unter viel Mühe und Schweiß gestrickte - Arbeit abgegeben oder am Uni-Server hochgeladen. Und anfänglich stolz, später vielleicht mit erstem Zittern auf Antwort gewartet. Doch anstatt einer glückwünschenden Reaktion kommt eine schallende Ohrfeige. 😱

Der Boden scheint unter den Füßen weggezogen, Tränen fließen. Denn die Zurückweisung der wissenschaftlichen Arbeit wird als Zurückweisung der eigenen Person empfunden. Nicht wissenschaftlich und daher als intellektueller Denker nicht gut genug gewesen zu sein? Ist das Studium umsonst gewesen? Das Selbstwertgefühl ist schwer beeinträchtigt. Das Urteil des Gutachters hatte die  gesamte Welt des Diplomanden beschädigt. 

Doch ist es weniger schlimm, als im ersten Moment angenommen, die Arbeit weist oft mehr Licht auf als im Moment ersichtlich ist - kaum jemand braucht bei Null anzufangen. Das Überarbeiten ist leichter als gedacht, wenn man weiß, wie.

 

 

Fast alle zurückgewiesenen Arbeiten lassen sich mittels systematischer Konzepte zerlegen und neu zusammensetzen. So zum Beispiel kann der – zeit- und energieaufwändige – empirische Teil neu (aber nun tiefgründiger und methodisch seriöser) analysiert werden. Viele Arbeiten lassen sich „rückwärts genäht“ aufgrund neuer Erkenntnisse ordnen, die ursprünglich selektierten Theorien neu justieren, an die wissenschaftstheoretische Auffassung des Betreuers anpassen, etc.

 

Viele Jahre Erfahrung im Revidieren zunächst missglückter Arbeiten zählen – einfach tief durchatmen und mich anrufen! 


*)  Refrain des Kometenlieds aus 'Der böse Geist Lumpacivagabundus' des Wiener Komödieantendichters Johann Nestroy, 1833; Wienerisch für den Refrain "Die Welt steht auf keinen Fall mehr lang!"
Es geht um den befürchteten Weltuntergang durch einen herabstürzenden Kometen.

 

  Mit dem Railjet in der Mur-Mürz-Furche, Herbst 2019